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Marktberichte & Studien

Auf dieser Seite finden Sie interessante Marktberichte- und Immobilienstudien unserer deutschlandweiten Research-Experten und erhalten Einblicke in die Entwicklung der nationalen sowie internationalen Immobilienmärkte. Sie möchten regelmäßig über neue Berichte informiert sein? Kontaktieren Sie uns und holen sich Ihren Wissensvorsprung mit Hilfe unseres Research-Newsletters.

CitySurvey 1. Halbjahr 2017

Zur Jahresmitte zeichnet sich in den deutschen Immobilienhochburgen erneut ein überdurchschnittlich erfolgreiches Jahr für die Bürovermietung und den Handel mit gewerblich genutzten Immobilien ab. Einen Überblick über die Bürovermietungs- und Investmentmärkte der Top 7 Städte in Deutschland finden Sie in diesem Report.

 

249 Research Dokumente

  • Retail Thumb Q4 2017 EMEA: Retail | Online Retailers and the Growth of ‚Showrooming‘ Q4 2017

    The growth rate of e-commerce sales is forecast to fall over the next four years and – like any other type of retailer – the online ‘pure-play brands’ are increasingly looking at how they can support future sales.

    14/11/2017 Marktbericht EMEA Einzelhandel Vermietung
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  • hotels Deutschland: Hotelmarkt Q3 2017

    Der deutsche Hotelinvestmentmarkt pendelte sich auf Vorjahresniveau ein. Mit einem Plus von einem Prozent zum Vorjahr, konnte zum Ende des dritten Quartals 2017 ein Transaktionsvolumen von knapp 3,1 Milliarden Euro verzeichnet werden.

    07/11/2017 Marktbericht Deutschland Hotel Investment
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  • berlin-office Berlin: Marktbericht Bürovermietung und Investment Q3 2017

    Der Berliner Bürovermietungsmarkt brummt ungebremst. Dies äußert sich in einem erneuten Flächenumsatzplus von 13% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch am Ende des Dritten Quartals liegt Berlin mit 6,027 Mrd. Euro Transaktionsumsatz weiter auf Erfolgskurs.

    06/11/2017 Marktbericht Berlin Büro VermietungInvestment
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  • colliers_international_einzelhandel_investment Deutschland: Einzelhandel Investment Q3 2017

    Nach einem äußerst starken Jahresauftakt ist die Dynamik beim Volumenwachstum zwar zurück gegangen, das Transaktionsgeschehen blieb aber äußerst rege. Kleinteilige Fachmarktportfolien sind und bleiben mangels großvolumiger Einzelobjekte der Treiber dahinter.

    20/10/2017 Marktbericht Deutschland Einzelhandel Investment
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  • stuttgart_office Stuttgart: Marktbericht Bürovermietung und Investment Q3 2017

    Der Stuttgarter Bürovermietungsmarkt verzeichnete mit einem Flächenumsatz von ca. 224.200 Quadratmeter in den ersten drei Jahresquartalen eine überdurchschnittliche Anmietungsaktivität, die jedoch hinter dem Rekordergebnis des Vorjahreszeitraumes zurückbleibt. Wie schon im Vorjahr überschritt das Transaktionsvolumen mit ca. 1,09 Milliarden Euro (aus Gewerbe und Wohnen) bereits im dritten Quartal die Milliardengrenze.

    18/10/2017 Marktbericht Stuttgart Büro VermietungInvestment
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  • deutschland_office Deutschland: Immobilienmarkt Investment Q3 2017

    Die überdurchschnittliche Dynamik am deutschen Investmentmarkt setzt sich weiter fort, wozu seit Jahresbeginn v.a. der Zustrom ausländischen Kapitals beigetragen hat.

    16/10/2017 Marktbericht Deutschland BüroEinzelhandelIndustrie & LogistikHotel Investment
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  • deutschland_office Deutschland: Immobilienmarkt Bürovermietung Q3 2017

    Gestützt von einem ungewöhnlich langen, solidenWirtschaftsaufschwung mit anhaltend positiver Beschäftigungsentwicklung blieb das Vermietungsgeschehen in den ersten neun Monaten des Jahres in allen sieben nationalen Bürozentren hoch dynamisch. Der aufsummierte Flächenumsatz lag 6% über dem Vorjahresrekordwert.

    16/10/2017 Marktbericht Deutschland Büro Vermietung
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  • thumb-logistik Deutschland: Marktbericht Logistikinvestment Q3 2017

    Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in Deutschland verzeichnete in den vergangenen neun Monaten ein Transaktionsvolumen von insgsamt rund 6,2 Mrd. Euro.

    12/10/2017 Marktbericht Deutschland Industrie & Logistik Investment
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  • hamburg-office Hamburg: Marktbericht Bürovermietung und Investment Q3 2017

    Der Hamburger Bürovermietungsmakt befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Mit einem registrierten Flächenumsatz von rund 441.000 Quadratmetern im bisherigen Jahresverlauf wurde das Vorjahresergebnis um rund 14% übertroffen. Der ruhige, aber solide Start am Hamburger Investmentmarkt zu Jahresbeginn setzte sich in den beiden darauffolgenden Quartalen fort.

    11/10/2017 Marktbericht Hamburg Büro VermietungInvestment
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  • muenchen-office München: Marktbericht Bürovermietung und Investment Q3 2017

    Der Münchner Bürovermietungsmarkt liegt auch nach dem dritten Quartal noch auf Rekordkurs. In den ersten neun Monaten 2017 wurden 19 Großabschlüsse über 5.000 m² registriert. Auch im dritten Quartal wurden gewerbliche Immobilien auf dem Münchner Markt in erheblichem Umfang gehandelt. Zu den größten Transaktionen im dritten Quartal zählten in erster Linie Großtransaktionen im Umfeld des Ostbahnhofs.

    11/10/2017 Marktbericht München Büro VermietungInvestment
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Gebäude mit Blick in die Wolken

Die Bürovermietungs- und Investmentmärkte im Kurzupdate – Quartal 2/2017

Bürovermietung

Der Aufschwung am Vermietungsmarkt der sieben Bürohochburgen setzte sich in der ersten Jahreshälfte 2017 mit hoher Dynamik fort. Insgesamt lag der Flächenumsatz in diesem Zeitraum mit rund 1,8 Mio. m² knapp 10 % über dem bisherigen letztjährigen Allzeitrekord.

Die Mietpreisentwicklung, vor allem die der Durchschnittsmieten, spiegelt die Angebotsknappheit an den Standorten besonders gut wider. In Berlin und Stuttgart bewegen sich die registrierten Durchschnittsmieten von 17,00 bzw. 13,25 € pro m² auf historisch hohem Niveau und entsprechen einer Steigerung von 10 bzw. 8 % gegenüber dem Vorjahr. Andernorts führt die Verlagerung der Vermietungsaktivität in periphere Teilmärkte bzw. das Umland zu moderateren Entwicklungen, so in Düsseldorf (15,40 €, + 3 %) und München (16,50 €, + 2 %). In Frankfurt waren sogar leicht negative Tendenzen zu beobachten (18,80 €, – 1 %). Nationaler Spitzenreiter sowohl bei der Durchschnittsmiete wie auch der Spitzenmiete bleibt die Mainmetropole mit 37,50 €, gefolgt von München (35,50 €) und Berlin (29,20 €). An der Spree wurde erneut der deutlichste Mietanstieg von 15 % gegenüber Juni 2016 registriert. Im Mittelfeld liegen Düsseldorf (26,20 €) und Hamburg (26,00 €), dahinter Stuttgart (24,00 €) und Köln (21,00 €).

Unter dem Einfluss einer steigenden, immer noch ungesättigten Nachfrage, dem in den TOP 7 ein Neubauvolumen von knapp 3 Mio. m² in den nächsten drei Jahren gegenüber steht, schwinden die Angebotsreserven zusehends. Derzeit stehen nur rund 4,1 Mio. m² Fläche kurzfristig zur Verfügung, was einer Leerstandsquote von 4,5 % entspricht.

Investment

Die Investitionen in deutsche Gewerbeimmobilien beliefen sich im 1. Halbjahr 2017 auf 25,9 Mrd. €. Damit beträgt der Zuwachs des Transaktionsvolumens gegenüber der Jahresmitte 2016 rund 45 % und erreicht somit fast das Niveau aus dem Boomjahr 2007.

Internationales Kapital hat an Marktanteilen hinzugewonnen, während deutsches Kapital ebenfalls weiter expansiv ist. So hat sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 das Volumen ausländischer Transaktionen auf 12 Mrd. € fast verdoppelt. Diese Summe entspricht einem Anteil von 46 % aller Transaktionsumsätze der letzten sechs Monate. Die Steigerung des im vergangenen Jahr stark dominierenden heimischen Kapitals betrug immerhin weitere 20 % auf 14 Mrd. €. Dessen Marktanteil liegt bei 54 %.

Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2017 10,3 Mrd. € bzw. 40 % in Form von Portfolien gehandelt, was einer Verdoppelung des Volumens gegenüber dem Vorjahr entspricht. Betrachtet nach Segmenten wird vor allem die herausragende Bedeutung der Assetklasse Logistik deutlich. Mit einem Marktanteil von 21 % (5,4 Mrd. €) spielen Logistikimmobilien erstmalig in der Größenordnung der zweitwichtigsten Assetklasse Einzelhandel (5,7 Mrd. € bzw. 22 %) mit. Ganz oben auf dem Treppchen sind weiterhin Büroimmobilien zu finden (10,3 Mrd. € bzw. 40 %).

Wie sich an den gesunkenen Spitzenrenditen im Bürobereich einzelner TOP 7-Märkte zeigt, sind die Anleger die steigenden Kaufpreise bislang noch mitgegangen. Auch in Frankfurt liegt der Wert mittlerweile unter 4 %.

Berlin

Der Berliner Bürovermietungsmarkt lässt für das Gesamtjahr 2017 einen neuen Jahresrekord erwarten. Trotz des limitierten Flächenangebots wurden im ersten Halbjahr mit 437.000 m² neu vermieteter Bürofläche das Vorjahresergebnis erneut um 26 % übertroffen. Berlin katapultiert sich damit klar auf die Spitzenposition der gefragtesten Bürostandorte deutschlandweit.

Die ungebrochen hohe Flächennachfrage auf dem Berliner Bürovermietungsmarkt sorgte in den vergangenen 12 Monaten geradezu für eine Mietexplosion. Lag die Spitzenmiete zur Jahreshälfte des Vorjahres noch bei 25,30 €/m², kletterte sie um mehr als 15 % auf aktuell 29,20 €/m². Damit behauptet sich Berlin im deutschlandweiten Vergleich an dritter Stelle der teuersten Bürostandorte hinter Frankfurt und München. Auch die Durchschnittsmiete hat im Vorjahresvergleich deutlich um knapp 10 % auf aktuell 17,00 €/m² angezogen.

Der starke Nachfragerekord in Verbindung mit einer moderaten Neubautätigkeit lässt die Flächenverknappung weiter voranschreiten. Aktuell ist das Angebot an kurzfristig verfügbaren Flächen bei kritischen 2,7 % angekommen.

Auf dem gewerblichen Investmentmarkt wurden in der Bundeshauptstadt im ersten Halbjahr 2017 Immobilien im Wert von 3,0 Mrd. € gehandelt. Damit baute Berlin im deutschlandweiten Vergleich seine Führung vor München (2,2 Mrd. €) und Frankfurt (2,1 Mrd. €) mit rund 70 Deals in einem lebhaften Markt weiter aus. Der Vorjahreswert von 2,1 Mrd. € wurde dabei in Berlin um 47 % übertroffen

Internationale Investoren bauten dabei ihre hohen Marktanteile in der Bundeshauptstadt im ersten Halbjahr 2017 netto weiter aus und erreichten bei Käufen 60 %, bei Verkäufen 50 % Anteil am Gesamtumsatz.

Auch im ersten Halbjahr 2017 wurde der Berliner Transaktionsmarkt von Büroimmobilien dominiert. Dabei beflügelten wegen des anhaltenden Nachfragedrucks vermehrt vorvermietete, aber auch wieder spekulative Projekte die Fantasie der Anleger. Bürobestand, Refurbishments und Neubauprojekte vereinigten mit 1,8 Mrd. € wieder 60 % des Transaktionsvolumens auf sich.

Düsseldorf

Der Bürovermietungsmarkt im Stadtgebiet Düsseldorf konnte im 1. Halbjahr nahtlos an das äußerst starke Jahresergebnis 2016 anknüpfen, wenngleich durch weniger Flächenumsätze in den mittleren Größenklassen das Umsatzergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes nicht ganz erreicht werden konnte. Insgesamt wurde ein Büroflächenumsatz von 190.000 m² erzielt. Damit wurde das äußerst gute Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (204.300 m²) um 7 % verfehlt. Nichtsdestotrotz ist mit diesem Resultat das zweitbeste 1. Halbjahr der letzten fünf Jahre erzielt worden.

Die Spitzenmiete im Düsseldorfer CBD liegt zur Jahresmitte unverändert bei 26,50 €/m². Verantwortlich dafür zeichneten unter anderem die getätigten Mietvertragsabschlüsse im Projekt Kö-Quartier des Entwicklers Hines in den vergangenen Monaten. Bei der gewichteten Durchschnittsmiete im Stadtgebiet ist im Jahresvergleich eine Steigerung um 40 Cent zu vermelden. Diese Entwicklung wurde durch einige großflächige Vermietungen in Projektentwicklungen getrieben. Ohne Berücksichtigung von Projektentwicklungen und Immobilien mit Neubauqualität ergibt sich für Bestandsimmobilien eine gewichtete Durchschnittsmiete von rund 13,80 €/m².

Bei der Leerstandssituation kann der Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt auf eine sehr bemerkenswerte Entwicklung in den vergangenen Jahren zurückblicken, die sich auch in den zurückliegenden 12 Monaten in einem rasanten Tempo fortgesetzt hat. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 konnten die kurzfristig verfügbaren Flächen im Düsseldorfer Stadtgebiet um fast 100.000 m² auf nun 521.100 m² reduziert werden. Damit beträgt die Leerstandsquote derzeit nur noch 6,9 % und damit 1,2 Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr.

Auf dem gewerblichen Investmentmarkt Düsseldorf (nur Stadtgebiet) wurden im 1. Halbjahr 2017 insgesamt 750 Mio. € investiert. Damit wurde das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes um 12 % übertroffen und der Fünfjahresdurchschnitt aller ersten Halbjahre erreicht.

Grundsätzlich ist die Nachfrage nach Immobilieninvestments in der Landeshauptstadt unverändert hoch, jedoch ist das Angebot insbesondere in den Top-Lagen nach wie vor äußerst begrenzt und Investoren weichen verstärkt in B-Lagen oder Objekte mit höherem Risikoprofil aus. Der Anteil von Core Investments am gesamten Transaktionsvolumen lag daher im bisherigen Jahresverlauf 2017 bei lediglich knapp 25 %. Ein weiteres Viertel des Transaktionsvolumens entfällt auf Objekte aus dem Core Plus Segment.

Die ersten sechs Monate des laufenden Jahres wurden sehr deutlich von Transaktionen im Segment Büroimmobilien geprägt. Insgesamt entfallen 79 % des Transaktionsvolumens auf diese Assetklasse. Die zehn größten Transaktionen sind allesamt dem Bürosegment zuzuordnen, dabei wurden zwei Transaktionen oberhalb der 50 Mio. €-Marke registriert.

Die Spitzenrendite für Büroimmobilien hat sich zur Jahresmitte bei 4,0 % gefestigt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 ist damit eine Reduzierung um 35 Basispunkte festzuhalten. Dieses Renditeniveau ist aber mittlerweile nicht mehr ausschließlich dem CBD vorbehalten, sondern kann auch in den besten Lagen der Teilmärkte Kennedydamm und Hafen erzielt werden. High Street Retail Immobilien im CBD werden weiterhin zu Spitzenrenditen von ebenfalls 4,0 % gehandelt, in Einzelfällen bei Top-Objekten auf der Königsallee sogar deutlich niedriger.

Frankfurt

Auf dem Bürovermietungsmarkt der Mainmetropole inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei wurden im 1. Halbjahr 2017 circa 245.000 m² umgesetzt. Damit wurde das bereits gute Vorjahresergebnis um rund 16 % übertroffen und der beste Flächenumsatz zum Halbjahr seit 2008 erreicht.

Die Spitzenmiete bleibt im Vergleich zum 1. Quartal 2017 unverändert stabil bei 37,50 €/m². Im Jahresvergleich gab die Spitzenmiete aufgrund einer geringeren Anzahl an Abschlüssen in hochpreisigen Objekten um 1 €/m² nach. Die Durchschnittsmiete stieg zum 1. Quartal leicht um 0,10 €/m² auf 18,80 €/m².

Auch im 1. Halbjahr 2017 hat sich der Leerstandsabbau auf dem Büromarkt fortgesetzt. So standen zum Ende des 2. Quartals rund 1,24 Mio. m² Fläche für eine kurzfristige Anmietung zur Verfügung. Die Leerstandsquote liegt damit bei 10,8 % und hat im Jahresvergleich deutlich um 100 Basispunkte nachgegeben. Eine Trendumkehr bei der Leerstandsentwicklung ist auch in den kommenden Monaten nicht in Sicht. Bedingt durch eine geringe Bautätigkeit, den andauernden Trend zur Umwandlung von Büroflächen zu Wohnen und der dynamischen Nachfrage im Bestand wird der Leerstand weiter unter Druck bleiben. Die Leerstände sind im Marktgebiet jedoch äußerst ungleich verteilt: So liegen die Leerstandsquoten in einigen Teilmärkten wie dem Europaviertel, der City und Bockenheim bereits weit unter 6 %, während teilweise in peripheren Lagen nach wie vor hohe Verfügbarkeiten registriert werden.

Ein Halbjahresergebnis von gut 2,1 Mrd. € auf dem Investmentmarkt der Mainmetropole zeigt die ungebrochen hohe Nachfrage nach gewerblichen Immobilien. Nach einer kurzen Verschnaufpause im 1. Quartal mit einem verhaltenen Jahresstart, war im 2. Quartal eine deutliche Belebung zu beobachten. Dies äußert sich auch in einem im Vergleich zum Vorjahr um 25 % angestiegenen Transaktionsvolumen.

Core-Produkte vereinigten im 1. Halbjahr einen Anteil von rund 40 % des gesamten Transaktionsvolumens auf sich. Dieses Ergebnis ist jedoch stark durch den Verkauf des T8 beeinflusst, der mit einem Preis von rund 300 Mio. € rund ein Drittel des investierten Volumens im Core-Bereich ausmacht. Auch die anderen Risikoklassen profitieren vom hohen Nachfragedruck auf dem Markt, insbesondere im Preissegment unter 100 Mio. €.

Investoren aus dem Ausland steigerten ihre Aktivität im Verlauf des 2. Quartals deutlich und bauten ihren Anteil auf Käuferseite deutlich von nur rund 11 % in den ersten drei Monaten des Jahres auf aktuell circa 59 % aus.

Die anhaltend hohe Nachfrage setzt die Renditen in allen Marktsegmenten weiter unter Druck. Nach einem erneuten Rückgang von 25 Basispunkten liegt die (Brutto)-Spitzenrendite für Büroimmobilien in Top-Lagen bei aktuell 3,85 %. Auch die Bruttospitzenrenditen für Einzelhandelsimmobilien in HighStreet-Lage (2,8 %) und Logistikimmobilien (4,9 %) gehen weiter zurück.

Hamburg

Mit einem Ergebnis von rund 25 % über dem Flächenumsatz des Vorjahreszeitraums und 20 % über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre zeigte sich der Hamburger Büroflächenmarkt zum 1. Halbjahr in ausgezeichneter Verfassung. Er erreichte einen Flächenumsatz von 287.000 m². Dieses Resultat unterstreicht die ungebrochen hohe Nachfrage nach Büroflächen in der Elbmetropole.

Im 1. Halbjahr 2017 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg der Spitzenmiete um 4 % auf aktuell 26,00 €/m² festzuhalten. Die Durchschnittsmiete kletterte im selben Zeitraum um 4,1 % auf 15,30 €/m². Im Vergleich zum Vorquartal gab es jedoch keinen Anstieg der beiden Kennziffern.

Der Leerstand sank in den letzten 12 Monaten um 20 Basispunkte von 5,0 % auf 4,8 %. Im Vorquartal belief sich die Leerstandsquote auf 4,9 %. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Nachfrage und einer im Vergleich dazu moderaten Neubautätigkeit ist davon auszugehen, dass der Leerstand im weiteren Jahresverlauf weiter abnimmt.

In Hamburg wurden im 1. Halbjahr 2017 gewerbliche Immobilien im Wert von rund 1,3 Mrd. € gehandelt. An das Rekordergebnis des Vorjahres mit einem Transaktionsvolumen von über 1,9 Mrd. € konnte somit nicht angeschlossen werden. Obwohl das Ergebnis rund 11 % unter dem durchschnittlichen Transaktionsvolumen der vergangenen fünf Jahre bzw. rund 35 % unter dem Vorjahreswert lag, ist das Interesse der Investoren an Hamburger Produkten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Mit rund 42 % des Transaktionsvolumens zeigten sich im 1. Halbjahr weit stärker als im Vorjahreszeitraum internationale Käufer, vor allem aus Norwegen, Großbritannien und den USA, für das Geschehen auf dem gewerblichen Immobilienmarkt der Hansestadt verantwortlich.

Produktknappheit bestimmt die derzeitige Marktlage, wodurch sich die Renditekompression im 1. Halbjahr weiter fortsetzte. Im Bürosegment fiel die Spitzenrendite von 3,7 % auf 3,4 %, 30 bp niedriger als der Vergleichswert aus dem 1. Halbjahr 2016.

Köln

Das 1. Halbjahr 2017 auf dem Kölner Bürovermietungsmarkt zeigte ein solides Ergebnis. Der Büroflächenumsatz inklusive Eigennutzer lag bei 151.000 m². Damit landete das Ergebnis zwar deutlich unter dem Resultat des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (minus 21 %)

Nachdem die Durchschnittsmiete zum Halbjahr 2016 nach fünf Jahren mit steigender Entwicklung erstmals wieder einen leichten Rückgang hinnehmen musste, war in den zurückliegenden 12 Monaten wieder ein merklicher Anstieg zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zuwachs knapp 9 % – die gewichtete Durchschnittsmiete liegt damit bei 12,50 €/m². Ein gleicher Trend lässt sich für die zurückliegenden Quartale auch bei der Spitzenmiete in der Domstadt beschreiben. Diese konnte im Vergleich zur Jahresmitte des Vorjahres auch um 5 % zulegen und notiert aktuell bei 21,00 €/m².

Durch die guten Vermietungsleistungen im 1. Halbjahr 2017 sank der Leerstand in Köln nochmals leicht. Zum Ende des 2. Quartals waren circa 375.000 m² kurzfristig verfügbar. Dies entspricht einer Leerstandsquote von 4,8 %.

Auf dem gewerblichen Investmentmarkt Köln wurden im 1. Halbjahr 2017 insgesamt 880 Mio. € investiert. Damit wurde das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes um 132 % übertroffen.

Internationale Investoren zeigten auch im 1. Halbjahr 2017 – genau wie im Vorjahr – eine hohe Aktivität. Etwa 40 % des Transaktionsvolumens entfiel auf internationale Käufer. Schwerpunkte der Herkunft sind die Länder Schweiz, Großbritannien und China.

Der Kölner Investmentmarkt zeichnete sich in der ersten Jahreshälfte durch eine relativ ausgewogene Verteilung des Transaktionsvolumens auf die einzelnen Assetklassen aus. Führend zeigte sich dabei – wenngleich deutlich niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum – das Segment Büroimmobilien, auf das insgesamt 38 % des Transaktionsvolumens entfallen. Dahinter folgen die Nutzungsarten Lager / Logistik, Einzelhandel sowie Gewerbegrundstücke mit jeweiligen Anteilen zwischen 15 und 18 %.

München

Der Münchner Bürovermietungsmarkt legte 2017 ein starkes 1. Halbjahr hin. Mit rund 416.500 m² wurde der höchste Flä- chenumsatz seit 2001 erzielt und der Vorjahreswert um 8 % übertroffen. Der reine Vermietungsumsatz ohne Eigennutzer lag bei 394.600 m², was einem Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Durchschnittsmiete des Gesamtmarktes legte im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 16,50 €/m² zu. Dieser angesichts der Marktsituation relativ verhaltene Anstieg täuscht jedoch, da die Verschiebung des Umsatzes ins kostengünstigere Umland einen großen Einfluss ausübte. Bei getrennter Betrachtung des Durchschnitts im Stadtgebiet und im Umland ergeben sich wesentlich höhere Mietpreissteigerungen von jeweils 8 %. Die Spitzenmiete liegt aktuell bei 35,50 €/m² und damit um 6 % höher als vor Jahresfrist. Preise von mehr als 30,00 €/m² für hochwertige Flächen werden überwiegend innerhalb des Altstadtrings aufgerufen.

Durch den hohen Flächenumsatz in der ersten Jahreshälfte 2017 ist der Büroflächenleerstand in München weiter rapide gesunken. Die Leerstandsquote liegt aktuell bei 2,5 %, was knapp 570.400 m² kurzfristig anmietbarer Bürofläche entspricht. Die Leerstandsquote innerhalb des Stadtgebiets betrug 1,7 %. Für Mietinteressenten ist es dementsprechend zunehmend schwierig, geeignete Flächen zu finden.

Gewerbliche Immobilienverkäufe summierten sich in München zum Halbjahr auf rund 2,24 Mrd. €, damit wurde das bereits überdurchschnittliche Vorjahresergebnis um 21 % übertroffen. Insgesamt fünf Großtransaktionen im dreistelligen Millionenbereich sorgten für etwa ein Drittel des Umsatzes.

Genau ein Drittel des Kapitals stammte aus dem Ausland, das vorwiegend über Vermögensverwalter seinen Weg nach München fand. Neben dem EU-Ausland dominierte Geld aus dem asiatischen Raum mit einem Volumen von 185 Mio. € den Markt der ausländischen Anleger.

Die Nachfrage nach Büroimmobilien in der Landeshauptstadt hält weiterhin an. Beflügelt durch die hohe Büroflächennachfrage und den Wachstumsprognosen für Bürobeschäftige gelten Büros als sicheres Anlageprodukt. Durch den niedrigen Leerstand gilt dies nicht nur für die Innenstadtlagen, sondern auch für gute Bürolagen außerhalb des Zentrums. Bürotransaktionen machten rund 49 % des gesamten Transaktionsvolumens aus. Besonders hervorzuheben ist der lebendige Transaktionsmarkt für Hotels, die mit einem Anteil von 23 % auf Platz 2 landeten. Logistikimmobilien kamen auf einen Umsatzanteil von 7 %, Einzelhandelsimmobilien auf 6 %. Hier spielte der Verkauf des Einkaufszentrum MIRA im Münchner Norden eine wichtige Rolle.

Stuttgart

Der Stuttgarter Büromarkt (inkl. Leinfelden-Echterdingen) verzeichnete mit circa 116.100 m² in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 einen höheren Flächenumsatz als im Vorjahreszeitraum.

Die zur Jahresmitte erhobene Durchschnittsmiete liegt bei 13,30 €/m² und ist somit um 1,00 €/m² höher als zum Vorjahreszeitpunkt. Nach wie vor ist die City der Teilmarkt in dem die höchsten Mietpreise bezahlt werden. Die Spitzenmiete hat in den vergangenen sechs Monaten nochmals zugelegt. So notiert diese per 30. Juni 2017 bei 24,00 €/m². Dies bedeutet somit den höchsten Stand, der bislang auf dem Stuttgarter Bürovermietungsmarkt verzeichnet werden konnte.

Notierte die Leerstandsquote Ende 2016 bei 2,8 % hat sich diese weiterhin reduziert. Bei einem Flächenbestand von rund 7,8 Mio. m² konnten zur Jahresmitte eine verfügbare Fläche von lediglich 206.100 m² verzeichnet werden. Hieraus resultiert eine Leerstandsquote von 2,6 % – die niedrigste seit 16 Jahren.

Mit einem erfassten Transaktionsvolumen gewerblicher Objekte von insgesamt 515 Mio. € im 2. Quartal übertrifft der Stuttgarter Investmentmarkt den Vorjahreswert von 308 Mio. € deutlich und unterstreicht damit die anhaltend hohe Transaktionstätigkeit.

Wie bereits im Vorjahr war in der ersten Jahreshälfte ein überdurchschnittlich hoher Anteil ausländischer Investoren zu konstatieren. Sowohl auf Käufer- wie auch auf Verkäuferseite lag deren Anteil bei knapp 50%, was insbesondere im hohen Einzelobjektvolumen der von den ausländischen Investoren gehandelten Objekte begründet ist.

Mit einem Anteil von über 90 % des gewerblichen Transaktionsvolumens konnte die Assetklasse Büro im 1. Halbjahr einen überdurchschnittlich hohen Anteil auf sich vereinen, was insbesondere in der Angebotssituation begründet war. Gehandelt wurden ausschließlich Bestandsobjekte, die nach erfolgreichem Assetmanagement Vermarktungsreife erlangt hatten, Projekte wurden mangels Angebot nicht gehandelt.