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New Work Order: die neuen Aufgaben des Büros

Ein stark verändertes Nutzerverhalten verlangt neu gedachte Büros.

Die vergangenen zwei Jahre haben bewiesen, dass New Work nicht nur der Traum einer idealisierten Arbeitswelt ist, sondern die Voraussetzung für künftige Erfolge innerhalb veränderter Lebensrealitäten. Neue Bürolayouts sehen in der Regel weniger Arbeitsplätze vor, Flächen für informelle Kommunikation und individuelle Rückzugsmöglichkeiten dagegen wachsen.

New Work als Attraktion

Denn Beschäftigte benötigen das Büro nicht mehr für das reine Erledigen von Aufgaben – das leisten sie spielend im Homeoffice. Sie benötigen das Büro als Ort der Begegnung, für den Wissensaustausch und das Entwickeln kreativer Lösungen. Gerade bei verminderter Besetzung wird aus dem Office ein attraktiver Treffpunkt der Inspiration und der Identifikation mit dem Unternehmen.

Mit kommunikationsorientierter Flächengestaltung und inspirierenden Workplace-Konzepten motivieren Unternehmen ihre Angestellten, ins Büro zu kommen, um neue Ideen, Produkte und Prozesse zu entwickeln. Auch das Gewinnen neuer Talente und das langfristige Binden von LeistungsträgerInnen funktioniert nur durch Kommunikation und Integration vor Ort.

Mieter wollen Qualität und zentrale Lagen

Erfolgreiche Büros punkten mit ihrer Anziehungskraft nicht nur in Bezug auf den Innenausbau: Ein klarer Trend der vergangenen Jahre ist zudem die signifikant steigende Zahl der Büroanmietungen in Neubauten. Unternehmen sind also gerade in der Pandemiezeit auf der Jagd nach qualitativ hochwertigen, neuen Immobilien, um ihren Standorten noch mehr Gewicht zu verleihen. Die zunehmende Implementierung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in Unternehmensstrategien wird diesen Trend zu nachhaltigen und inklusiven Neubauten weiter befeuern.

Nachfrage-Gewinner sind dabei urbane Lagen mit multimodaler Anbindung an den ÖPNV – Unternehmen legen ihren Fokus bei der Standortwahl verstärkt auf die Innenstadt. Neben der Prestigeträchtigkeit einer zentralen Lage hat auch diese Entwicklung ihren Grund im veränderten Nutzerverhalten von Büroimmobilien: Die Lockdowns haben viele ArbeitnehmerInnen dazu veranlasst, ihren Lebensmittelpunkt weiter in die Peripherie zu verlagern, da sie nur noch 2-3 Tage der Woche ins Büro fahren. Diese Wege möchten sie nachhaltig und effizient, z.B. mit Mobile Work, in öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen und sind daher auf eine gute Anbindung angewiesen.

Beispiel München: weiterhin hohe Nachfrage

Rund 73.000 Bürobeschäftigte mehr als heute soll es bis zum Jahr 2035 in München geben, ein Plus von rund 13%. Zudem sind viele in der Landeshauptstadt ansässige Unternehmen – vor allem aus den IT- und Telekommunikationsbrachen – stark auf Wachstumskurs. Der Bedarf an neuen Büroimmobilien bleibt also ungebrochen. Büros werden künftig jedoch verstärkt informelle Aufgaben erfüllen, um Ihre Nutzer in eine erfolgreiche Zukunft begleiten zu können: Sie müssen intelligent vernetzt, nachhaltig konzipiert und kommunikativ gestaltet sein, damit sie bereit sind für New Work.


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