Rene Schappner

René-P. Schappner

Rene Schappner

René-P. Schappner

Head of Hotel | Germany

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Informationen gemäß Art. 13 EU-DSGVO

06. Neuausrichtung Hotel:

Welche Konzepte haben Zukunft?

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18. März 2021 – in unserem Web-Talk haben wir gemeinsam mit Dr. Peter Ebertz (Art-Invest), Yannick Wagner (Accor) und Hasan Yigit (Deutsche Hospitality) die Frage diskutiert, welche Konzepte bereit für die durch Corona beschleunigte Transformation auf dem Hotelmarkt sind und welche Trends sich durchsetzen werden.

Die Corona-Krise ist auch eine Hotel-Krise

Bekanntlich gehört die Hotellerie zu den am meisten beeinträchtigten Branchen der Corona-Krise. Im europäischen Durchschnitt sank die Zimmerauslastung im Jahr 2020 um 63 %. Dabei hat sich der deutsche Markt als vergleichbar resilient erwiesen, klassische Urlaubsländer in Südeuropa mussten noch höhere Einbußen der Besucherzahlen hinnehmen. In Deutschland wird sich die Zimmerauslastung von Hotels laut Prognose erst ab 2024 wieder soweit erholt haben, um an das Vor-Corona-Niveau anknüpfen zu können.

Optimismus trotz Tiefpunkt

Egal ob Übernachtung, Konferenz, Wellness oder Food & Beverage – alle klassischen Angebote in Hotels waren in den Lockdownphasen de facto nicht realisierbar. Viele Betreiber haben den Versuch unternommen, sich mit Coworking- oder hybriden Konferenzangeboten in den ungenutzten Flächen Fallback-Geschäft aufzubauen; oft mit nur mäßigem Erfolg.

Während viele Individual-Häuser noch mit dem Handling massiver Umsatzrückgänge beschäftigt sind, erkennen größere Marken neue Opportunitäten, z. B. durch Conversions, und blicken durchaus optimistisch in die Zukunft. Die gemeinsame Hoffnung beruht auf einer erfolgreichen Impf-Kampagne, politischen Lockerungen und dem resultierenden Wiederaufkeimen des sicheren Tourismus.

Flexibilität ist Trumpf

Doch die Branche befindet sich längst in der Transformation. Starre Konzepte und klasisch-monothematisch aufgestellte Häuser werden sich auch bei Markterholung mit Schwierigkeiten konfrontiert sehen. Der übergreifende Trend vom Luxus- bis ins Budget-Segment geht dagegen verstärkt zu hybriden Kozepten, Lifestylemarken und extended stay Angeboten. Eine Schlüsselposition für die jeweilige Zukunftsfähigkeit nehmen dabei die Food & Beverage Angebote ein, die ein hohes Umsatzpotenzial bergen.

Verschiedene Hotels in einem Haus

Auch Mixed-Konzepten wird ein steigender Marktanteil zugesprochen. So gehen die Akteure davon aus, dass wir in Zukunft in großen Häusern vermehrt zwei oder mehrere Marken unter einem Dach sehen werden – sogar konzernübergreifend. Diese werden auf eine gemeinsame Infrastruktur zurückgreifen und dennoch ihr markenspezifisches Konzept anbieten.

Hotel-Investments bleiben gefragt

Auf Kapitalgeberseite lässt sich ebenfalls ein grundlegend optimistischer Blick in die Zukunft der Hotellerie feststellen. Selbst konservativere Banken sind Hotelinvestments gegenüber weiter aufgeschlossen. Damit können auch in naher Zukunft Hotel-Transaktionen mit Senior-Kapital begleitet werden.

Generell wird sich der Hotelmarkt wieder erholen, aber mit veränderten Strukturen. Ketten und Individual-Betreiber, die sich bereits vor Corona zukunftsfähig positioniert haben, können sogar gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.