Colliers International: Zweite „Welle“ asiatischer und kanadischer Investoren in Europa

  •  Steigerung grenzüberschreitender Investitionen um 32 Prozent auf über 44 Milliarden Euro
  •  Studie „Colliers´ Capital Flows Quarterly“ zeigt Wiederbelebung des spanischen Investmentmarktes

München, 21. Juli 2014 – Nach Angaben von Colliers International sind grenzüberschreitende Investitionen in Europa in der ersten Jahreshälfte 2014 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel (32 Prozent) auf über 44 Milliarden Euro gestiegen. Damit sind sie für etwa 57 Prozent der gesamten europäischen Transaktionssumme von 77 Milliarden Euro verantwortlich. Ungefähr 53 Prozent des grenzübergreifenden Investitionskapitals kamen dabei nicht aus Europa.

Während in Central London auch weiterhin die asiatischen Investoren dominieren und dabei eine Rendite von mittlerweile unter fünf Prozent akzeptieren, kommt die Studie „Colliers’ Capital Flows Quarterly“ zu dem Ergebnis, dass verbesserte Konjunkturaussichten und ein solideres Marktverständnis bei neuen und etablierten Investoren aus Asien für mehr Risikofreude sorgen.

Ignaz Trombello MRICS, Head of Investment bei Colliers International Deutschland: „Etablierte Käufer aus Asien sind immer öfter bereit, auch über den Tellerrand von Central London hinaus zu blicken. Sie nehmen andere Assetklassen ins Visier, in Großbritannien beispielsweise Shopping-Center mit Asset-Management-Potenzial oder Büroimmobilien mit stabilem Cash-Flow in anderen Städten.

Zudem nehmen asiatische Investoren – allen voran Versicherer aus Südkorea, China und Taiwan – an Bieterverfahren in Paris und den deutschen Top 7-Städten teil, doch auch Madrid und Rom werden bei ihnen immer beliebter. Davon zeugte erst kürzlich die Komplettübernahme des Einkaufszentrum Roma Est in Rom durch GIC (Singapur) oder die Übernahme des historischen Hochhauses Edificio España in Madrid als Refurbishment durch Dalian Wanda.“

Auch kanadische Investoren werden in Europa immer aktiver. Gemeinsam mit australischen Fonds und Staatsfonds wie NBIM und Kuwait Investment Authority wollen sie in Europa expandieren.

Niederländische Wohnimmobilien erfreuen sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Zudem sind deutsche Investoren besonders im Central Business District (CBD) von Amsterdam aktiv. Das Transaktionsvolumen in den Niederlanden erreichte allein im ersten Halbjahr knapp 4 Milliarden Euro (+70 Prozent im Jahresvergleich), von denen 2,4 Milliarden Euro ausländisches Kapital waren.

Andreas Trumpp MRICS, Head of Research bei Colliers International Deutschland: „Auch in Spanien hat erfreulicherweise eine Wiederbelebung des Transaktionsmarktes stattgefunden. Hier weiten die Investoren ihre Perspektive auf Einzelhandelsimmobilien und Projektentwicklungen aus. Die grenzüberschreitenden Investitionen in Spanien beliefen sich im ersten Halbjahr 2014 auf 2,3 Milliarden Euro. Vor einem Jahr lagen sie noch bei 780 Million Euro.“

Die Colliers-Studie führt zudem eine Vielzahl von weiteren Transaktionen auf, die das Investoreninteresse für alternative Produkte verdeutlichen, insbesondere für Hotels und Serviced Apartments. Das zeigt, dass Hotels als Assetklasse weiter an Bedeutung gewinnen. Die Übernahme eines aus 18 deutschen, spanischen und französischen Hotels bestehenden Portfolios durch Apollo Global Management (USA), das mit 425 Millionen Euro bewertet wird, ist die erste Hotelinvestition des Unternehmens in Europa. QUI (Katar) hat seinem Hotelportfolio dagegen erst kürzlich fünf weitere Immobilien hinzugefügt, die sich in Cannes, Madrid, Frankfurt, Amsterdam und Rom befinden.

 

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