Colliers International: Berliner Büromarkt bleibt weiter auf Rekordkurs

  • Flächenumsatz übertrifft zum Ende des ersten Quartals Vergleichswert des Vorjahres erneut um 7 Prozent
  • Flächenleerstand seit 2010 mehr als halbiert
  • Enorm hohes Mietpreisniveau

 

Berlin, 6. April 2017 – Der Berliner Bürovermietungsmarkt erfreut sich auch im ersten Quartal 2017 einer unveränderten Dynamik. Trotz des stark begrenzten Flächenangebots wurde mit 191.000 Quadratmeter neu vermieteter Bürofläche der Vorjahresrekord erneut um 7 Prozent übertroffen. Befeuert wurde das Spitzenergebnis im ersten Quartal durch die Anmietung einer Bundesbehörde über knapp 50.000 Quadratmeter, zudem sicherte sich Zalando weitere rund 35.000 Quadratmeter. Die Bundeshauptstadt bleibt gefragt wie nie, neben den zahlreichen Kreativunternehmen ziehen einige Großunternehmen in Erwägung, ihren Unternehmenssitz nach Berlin zu verlegen.

Marcus Lehmann, Director Letting bei Colliers International in Berlin: „Die enorm große Flächennachfrage sorgte in den vergangenen 12 Monaten für ein deutlich gestiegenes Mietpreisgefüge. Lag die Spitzenmiete zum Ende des ersten Quartals des Vorjahres bei 24,30 Euro pro Quadratmeter, kletterte sie um mehr als 18 Prozent auf inzwischen 28,70 Euro. Damit behauptet sich Berlin im deutschlandweiten Vergleich an dritter Stelle hinter Frankfurt und München als teuerster Bürostandort. Verantwortlich dafür zeichnen eine ganze Reihe hochpreisiger Abschlüsse in den Toplagen der City Ost sowie am Potsdamer Platz. Rund 40 Prozent des Flächenumsatzes liegt im höchsten Preissegment ab 20,00 Euro pro Quadratmeter“.

Angesichts des Nachfragedrucks in Verbindung mit einem moderaten Neubauvolumen ist die Leerstandsquote im ersten Quartal 2017 unter die Drei-Prozent-Marke gerutscht. Selbst Gesuche im kleinen Flächensegment sind, insbesondere in den begehrten Innenstadtlagen, kaum noch zu realisieren. Auch aufgrund dessen sind künftige Büronutzer gezwungen, in die angrenzenden City- bzw. peripheren Lagen auszuweichen.

Angesichts der ungebrochenen Anziehungskraft der Spreemetropole bleibt die hohe Nachfrage nach Büroflächen enorm. Inzwischen sind die künftigen Nutzer mehr und mehr bereit, auch höhere Mietpreise als noch im vergangenen Jahr zu zahlen.

„Insbesondere aufgrund einer robusten Konjunktur, eines stabilen Arbeitsmarktes und einer gefüllten Pipeline zahlreicher großvolumiger Verträge können wir durchaus davon ausgehen, dass die 800.000 Quadratmeter-Marke wieder überschritten wird“, fasst Lehmann seine Erwartungen für das Gesamtjahr 2017 zusammen.

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