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Trendwende bei Finanzierung von Wohninvestments

Die Finanzierungsbedingungen für Wohninvestments in Deutschland verbessern sich aktuell wieder spürbar. Nach Zahlen der Deutschen Bundesbank lag der Zins für einen zehnjährigen Wohnungsbaukredit an private Haushalte im November 2023 noch im Durchschnitt bei 4,2 Prozent. Laut neuesten Erhebungen der Interhyp sehen wir für Januar 2024 am Markt aber bereits zehnjährige Finanzierungen mit einem durchschnittlichen Zins von 3,4 Prozent. Das ist eine sehr erfreuliche Korrektur von 80 Basispunkten in nur zwei Monaten.

Verbesserte Finanzierungsbedingungen und gesunkene Kaufpreise

Das heißt, nicht nur unsere Analysten bei Colliers, sondern auch die finanzierenden Banken gehen davon aus, dass wir die Spitze des Zinsniveaus Ende 2023 erreicht hatten und der Leitzins perspektivisch noch im Laufe des Jahres 2024 wieder etwas absinken wird. Hinzu kommt, dass sich die Kaufpreise in den letzten drei Quartalen stabilisiert haben und zwar auf einem Niveau, das um bis zu 30 Prozent niedriger ist als in der Hochpreisphase.

Private und institutionelle Investoren können profitieren

In Summe wird deutlich: Der Zeitpunkt zum Ankauf von Wohnimmobilien ist zurzeit sehr gut, wenn die angebotenen Objekte den Qualitätsanforderungen des Käufers entsprechen. Das gilt für private Käufer ebenso wie für institutionelle Investoren, die größere Investmentvorhaben nicht mehr allein mit Eigenkapital stemmen müssen, sondern ihr Investment mit einer verbesserten Finanzierung stützen können. Unsere Prognose ist, dass es in einzelnen Teilsegmenten bereits im Jahresverlauf 2024 voraussichtlich wieder zu Preisanstiegen kommen wird. Daher gibt es derzeit ein besonders attraktives Zeitfenster für Anlageentscheidungen, zumal auch wieder mehr Produkt im Markt ist als noch vor einem Jahr.


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