Betreiberimmobilien

Betreiberimmobilien gewinnen an Bedeutung

Am deutschen Immobilienmarkt lohnt der Blick auf Investmentchancen abseits der klassischen Nutzungsarten, insbesondere auf Betreiberimmobilien: Investments, die stärker von langfristigen partnerschaftlichen Verpflichtungen zwischen Nutzern und Eigentümern sowie Sale-and-lease-back getrieben sind als von spekulativen Entwicklungen, Value Add oder opportunistischen Ansätzen.

Unsere neue Studie zeigt: Das Investoreninteresse an Betreiberimmobilien nimmt seit 2023 deutlich zu. Anders als klassische Büro-, Einzelhandels- oder Wohnimmobilien sind sie eng mit dem wirtschaftlichen Betrieb eines Unternehmens verbunden. Dazu zählen etwa Pflegeheime, medizinische Versorgungszentren, Hotels, Rechenzentren, Selfstorage, Bildungseinrichtungen oder Freizeitparks.

Betreiberimmobilien sind seit Jahren fester Bestandteil des Investmentmarktes in Deutschland und gewinnen zunehmend an Bedeutung. So ist nach Beendigung der zinsgetriebenen Hochphase und mit Einbruch des gewerblichen Transaktionsvolumens seit 2023 der Marktanteil von Betreiberimmobilien um fünf Prozentpunkte auf 16 Prozent angestiegen. Im ersten Halbjahr 2025 wurde mit einem Anteil von 21 Prozent ein neuer Höchststand erreicht.

Betreiberimmobilien sind weniger von klassischen Immobilienzyklen betroffen, da die Miete nicht primär durch die Entwicklungen am Immobilienmarkt, sondern zum überwiegenden Teil durch die Ertragskraft des jeweiligen Betriebs bestimmt wird. Langfristige Ertragssicherheit und geringe Volatilität machen Betreiberimmobilien zu einer attraktiven Ergänzung zu klassischen Immobilieninvestments.

Die Vielfalt und das Wachstumspotenzial sind groß, aber der Zugang für institutionelle Investoren ist oft limitiert. Deutschland hat noch Entwicklungspotenzial, insbesondere bei der Öffnung des Marktes für neue Betreiberkonzepte. Wir wollen dieses Marktpotenzial mit unserem Bericht aufzeigen und Investoren eine fundierte Entscheidungsgrundlage an die Hand geben.


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